BEIKOST – Wenn Mama und Baby beginnen dasselbe zu frühstücken

Heute erzähle ich dir, wie einfach

 du für dich und dein Baby Porridge kochst, ihr gemeinsam dasselbe frühstückt, du dir dabei Zeit und Arbeit sparst und mit diesem warmen Frühstück die Immunität, Verdauung und den Entwicklungsprozess deines Kindes förderst.

 

Zuerst aber muss ich vorweg loswerden: Ich bin ja wirklich gesegnet mit meinem Kind! Isst seit dem 1. Bissen in seinem Leben mit Begeisterung und Gusto… möge es bitte weiterhin so bleiben ;-) Ich weiß von vielen Mamis, die zu einer TCM Ernährungsberatung kommen, dass es auch ganz anders laufen kann und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben.

 

Mir war es von Anfang an besonders wichtig die Mitte meines Babys gut aufzubauen. Da ich Niklas leider nie stillen konnte, habe ich schon sehnsüchtig auf die ersten Anzeichen gewartet, um ihm die erste Beikost anzubieten. Mit meinem TCM Wissen (Traditionelle Chinesische Medizin) ist mir klar, wie unglaublich wichtig es ist, Babys’ Bäuchlein warm zu halten. Daher haben wir mit lange gekochtem Reiscongee und Getreideflocken (schmelzend) am Abend begonnen. Schnell wurde auch das Mittagsfläschchen gegen selbst gekochten Gemüsebrei ausgetauscht. Und als 3. Mahlzeit wurde das Frühstück nach und nach mit Beikost ersetzt. Zu der Beikosteinführung aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin gibt es schon ganz bald einen separaten, ausführlichen Artikel von mir.

 

Wenn Mama und Baby sich in der Früh das Porridge teilen, ist es eine angenehme Erleichterung. Ich koche für uns beide einen Topf, püriere Niklas’ Portion und wir essen schon fast gemeinsam. Mit seinen fast 9 Monaten muss ich ihn noch füttern, aber das ändert sich bestimmt schon bald :-)

 

Wie koche ich ein Porridge für mich als Mama und mein Baby?

Normalerweise nehme ich FÜR MICH ALLEINE 1 Portion Getreideflocken auf 2 Portionen Wasser. Ich koche sie mit Gewürzen, zerkleinerten Trockenfrüchten oder Kompott ein Mal ganz kurz auf und lasse sie, bei geschlossenem Deckel, quellen (ca. 10 Min.). Mit Samen, Nüssen, etwas Mandelmus, frischen Früchten und Beeren ist dieses warme Frühstück ein TCM Hit! Hier findest du ein Rezept. 

 

Mit einem Baby muss etwas umdisponiert werden – es wird aber deutlich entspannter… man möge es kaum glauben ;-) Wenn ich also mein Porridge nun FÜR MICH UND MEIN BABY koche, dann nehme ich 1 Portion Getreideflocken auf mind. 3 Portionen Wasser, koche sie ganz kurz auf und lasse sie auf der kleinsten Flamme, bei geschlossenem Deckel, ca. 20 Min. ganz leicht köcheln. Dabei rühre ich das Porridge immer wieder um. Fertig. Das war’s!

 

Niklas’ Portion püriere ich mit dem Stabmixer und gebe etwas Obstmus dazu. Er liebt sein warmes Frühstück, und ich merke, wie es ihn nährt und stärkt.

 

Welche Getreideflocken verwende ich für unser Porridge?

Haferflocken (unbedingt immer als Feinblatt oder Zartblatt kaufen!)

Hafer gilt aus Sicht der TCM, unter den Getreidesorten, als das erwärmendste Getreide. Es baut Lebensenergie Qi auf, stärkt das Immunsystem und fördert den Wachstumsprozess.

 

Dinkelflocken

Dinkel gilt, im Gegensatz zum Hafer, als thermisch erfrischend. Er beruhigt den Geist und das Herz und baut Substanz und kostbare Körpersäfte auf, wirkt also nährend und aufbauend.

 

Hirseflocken

Mit Hirse allgemein bin ich persönlich eher sparsam, oder verwende sie, vor allem im Porridge, immer mit anderen Getreideflocken zusammen. Hirse hat nämlich eine trocknende Wirkung. Auf der anderen Seite baut er den Verdauungstrakt auf und wirkt harmonisierend.

 

Diese drei Getreideflocken sind meine Klassiker. Jetzt, in der kalten Jahreszeit mische ich gerne Hafer- mit Dinkelflocken oder Hafer- mit Hirseflocken. Ich möchte meinen Sohn und mich wärmen und Erkältung vorbeugen.

 

Wenn Niklas zahnt oder unruhige Nächte hat, dann lasse ich den Hafer weg und mische Dinkel- mit Hirseflocken. Zahnen, Fiebern, Unruhe sind hitzige Zustände, und da möchte ich nicht mit einem Haferflocken-Porridge noch mehr einheizen.

 

Welches Obstmus verwende ich?

Du musst wissen, dass fast jedes Obst thermisch kühlend bis kalt ist. Ausgenomme sind Marillen, Pfirsiche, Pflaumen, Süßkirschen, rote Trauben, Datteln, Feigen, Papaya und Honigmelone. Diese genannten Obstsorten gelten in der TCM als neutral bis erwärmend.

Kühlende bis kalte Obstsorten verarbeite ich immer zu einem Kompott oder Mus, da ich die Mitte meines Babys wärmen und somit stärken möchte.

 

Wir beide lieben aktuell Birnen! Birnen haben einen direkten Bezug zur Lunge und befeuchten sie – ideal gegen trockenen Hals oder Reizhusten. Ich finde sie auch geschmacklich perfekt für Babys, denn sie sind nicht sauer und schmeicheln mit einer feinen Süße.

 

Während nun unser Porridge dahinköchelt, wasche und schäle ich zwei Birnen, schneide sie ganz grob und dünste sie in meinem All-In-One-Wunderapparat* ;-) Darin wird Obst oder Gemüse gedünstet, das ganze Ding einmal auf den Kopf gestellt und im selben Behältnis gemixt. Perfekt um Geschirr zu sparen und wenig Abwasch zu haben! Natürlich kannst du dein Obst in einem Topf mit etwas Wasser, bei geschlossenem Deckel, dünsten und dann mit einem Mixstab pürieren.

 

Alles süße, bekömmliche Obst eignet sich für dein Baby: süße Äpfel, Marillen und Pfirsiche. Auch Trockenfrüchte wie Feigen und Datteln kannst du über Nacht in Wasser stehen lassen, dann mit dem Mixstab pürieren und deinem köchelnden Porridge beimengen.

Im Sommer bieten sich süße Beeren, Mango und Papaya an.

 

Ab welchem Monat bekommt mein Baby Porridge?

Gleich das Wichtigste vorweg: jedes Kind ist anders! Jedes Kind hat eine eigene Mitte, eine eigene Konstitution und ein eigenes Tempo! Meinem Sohn habe ich mit acht Monaten begonnen Porridge anzubieten, und er hat es vom ersten Moment an geliebt. Er war es aber bereits seit fast drei Monaten gewöhnt Reiscongee, Gemüsebrei und schon ein Bisschen Huhn zu essen. Ich wusste somit, was seine Mitte gut verträgt.

 

Vielleicht möchte dein Kind länger feines Congee essen und das Porridge ist ihm, trotz des Pürierens zu grob. Dann kannst du versuchen es noch zusätzlich durch ein Sieb zu passieren. Achte auf die Zeichen und das Tempo deines Babys! Es ist unglaublich, wie gut unsere Kleinen bereits mit uns kommunizieren können und zeigen, was ihnen gut tut.

 

Und was ist mit Mamas Portion?

Ich halte es momentan sehr pragmatisch und bin superglücklich, dass ich täglich warm frühstücke: mein Porridge püriere ich natürlich nicht und gebe sehr gerne zum Obstmus noch etwas frisches, geschnittenes Obst dazu und rühre mir ein Löfferl Mandelmus ein. Als Mama leidet man doch immer unter Schlafmangel, und dadurch ist etwas erfrischendes und leicht kühlendes Obst Balsam für unsere hitzige Leber, die gerne mal Zorn und Ärger fördert ;-) 

 

Ich wünsche dir viel Freude mit den Tipps, leckere Frühstücksvarianten mit den Kleinen und vor allem tägliches, warmes Frühstück!

 

 

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Deine Anna

:-)

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