Unterwegs mit einem Kleinkind – die besten Snacks nach den 5 Elementen der TCM

Snacks für Kleinkinder sind bei uns gerade ein tägliches Thema, denn mit unserem 13 Monate alten Sohn sind wir sehr gerne unterwegs: wir besuchen eine Spielgruppe, holen an einem Tag in der Woche den Cousin vom Kindergarten ab und verbringen mit ihm den Nachmittag, machen seit kurzem die Spielplätze in unserer Umgebung unsicher, waren schon ein paar Mal in der Therme oder machen entspannte Tages- oder Wochenendausflüge als Familie. Immer ist Proviant dabei, denn es gibt Angenehmeres als ein quengelndes Kind, das Hunger hat, oder eine grantige Mutter, die Hunger hat 😉

 

Was mir persönlich bei Snacks für mein Kleinkind wichtig ist:

  • schnelle und unkomplizierte Vorbereitung
  • es soll gut verdaulich sein und im Sinne der TCM Ernährung (TCM = Traditionelle Chinesische Medizin) die Mitte stärken
  • handlich zum Mitnehmen und Essen
  • einfach zum unterwegs Aufwärmen
  • möglichst saisonal und regional
  • Augenmerk auf Bio und Ethik

 

So bereite ich Snacks schnell und unkompliziert vor

Ich bin ein Fan von Vorbereiten und Vorkochen. Gleich vorweg: nein, ich bin nicht durchorganisiert und super strukturiert! Das ist die letzten Monate so gewachsen und hat sich mit Kind einfach am beste bewährt. Wenn ich nun weiß, dass wir am Nachmittag aufbrechen, dann ist bereits am Vorabend etwas vorbereitet worden, oder in Vorbereitung, während wir z.B. Frühstücken. Mit einem Kleinkind ist der Alltag oft schwer planbar, und mich stresst es mehr kurzfristig etwas zu Zaubern zu müssen, als etwas am Vorabend vorzubereiten.

Ich bin ein Fan von Dampfgarer und Backrohr. Da habe ich irgendwie immer das Gefühl, “dass es sich von alleine kocht”. Ein zuckerfreier Kuchen, Muffins mit Gemüse oder Polentaschnitten aus dem Rohr backen vor sich hin, während wir am Spielen sind. Gemüse für einen Brei oder für Fingerfood garen vor sich hin, während wir am Schmusen und Kuscheln sind.

Diesen Dampfgarer*, speziell für die Vorbereitung von Beikost, kann ich dir nur ans Herz legen, denn er hat sich für uns mehr als ausgezahlt. Darin wird Gegart und Gemixt in einem Gerät, was zeit- und geschirrsparend ist.

 

TCM 5 Elemente Food Blog - TCM Herbst Akademie - Anna Reschreiter - annatsu

 

Ich bin ein Fan von Restlessen. Nicht nur, dass ich Verschwendung und das Wegwerfen von LEBENSmitteln hasse, gehört für mich die Restlverwertung zur schnellen Küche. Seien es die Reste vom Porridge am Morgen oder noch Etwas vom Gemüsebrei oder Getreide vom Mittagessen. Das lässt sich wunderbar in Pancakes, Kuchen, Muffins oder einem “Misch-Masch-Brei” verarbeiten.

 

Leicht verdauliche Beikost und Snacks für Kleinkinder

In einem eigenen Blogartikel werde ich schon ganz bald im Detail auf die Philosophie der TCM Ernährung eingehen, warum die Bekömmlichkeit der Speisen so im Vordergrund steht und was es mit der starken Mitte unserer Kinder auf sich hat, und wie diese starke Mitte die Immunität unserer Kinder stärkt.

 

Das Wichtigste vorab: mit gekochten, warmen Speisen stärke ich die Mitte, Verdauung, Resorption, aber auch die Immunkraft meines Kindes fundamental. In der Traditionellen Chinesischen Medizin dreht sich alles um eine warme Mitte, das Aufrechterhalten und Stärken des Verdauungs-Feuers und somit auch um das Vermeiden/Reduzieren von kalten, ungekochten, rohen oder industriell erzeugten Nahrungsmitteln. Somit gehört für uns ein warmes Frühstück, ein gekochtes Mittag- und Abendessen zu unserer Tagesroutine… und nein, ich stehe nicht den ganzen Tag in der Küche 😉 Auch dazu gibt es schon ganz bald einen Blogartikel von mir!

 

Die Handlichkeit von Snacks zum Mitnehmen für Kleinkinder

Mein Sohn isst bereits seit ein paar Monaten auch selbst. Er schaufelt sich das Essen mit seinen Händchen in den Mund, schmatzt genüsslich, greift, entdeckt mit all seinen Sinnen. Und ja, den einen oder anderen Löffelinhalt kann er bereits selbst in seinen Mund bugsieren ;-)

 

Von vielen Müttern und Vätern bekomme ich immer wieder das Feedback, dass die Sauerei, die Kleinkinder beim Essenlernen machen, eine Horrorvorstellung für sie ist. Für mich persönlich ist es eine Freude meinem Sohn zuzuschauen, ich gebe ihm alle Möglichkeit zu Lernen und zu Genießen und dabei nehme ich die Sauerei gerne in kauf… auch das geht vorbei! Mittlerweile landet schon viel weniger auf dem Boden und deutlich mehr im Mund.

 

Wenn wir aber unterwegs sind, dann brauche ich das nicht. Schon gar nicht, wenn wir irgendwo zu Besuch sind. Da achte ich auf Snacks, die handlich sind für ihn zum Halten und Beißen. Ich nehme aber auch gerne Speisen mit, die ich ihm aus einem gewöhnlichen Schraubglas oder einem Thermobehältnis mit einem Löffel füttern kann. Im Allgemeinen versuche ich Plastik zu vermeiden und verwende Schraubgläser am allerliebsten – auch für Unterwegs und zum Aufbewahren.

 

Snacks unterwegs aufwärmen

Wie oben bereits erwähnt, ist mir das Wärmen der Mitte meines Kleinen super wichtig. Deshalb bekommt er keine kalten Speisen von mir. Direkt aus dem Kühlschrank sowieso nie! Zimmertemperatur ist vieles völlig ok, aber Gemüsesticks oder ausgekühlte Suppe, Gemüsebreie oder Getreide schmecken kalt nicht besonders gut und wirken thermisch kühlend.

 

Daher finde die gewöhnliche Schraubgläser so praktisch. Darin können z.B. Gemüsesticks mit heißem Wasser wunderbar erwärmt werden. Heißes Wasser haben wir sowieso immer in der Thermoskanne mit, oder bekommen wir an jeder Ecke ohne Probleme.

 

Für mich kommt das Aufwärmen in der Mikrowelle nicht in Frage. An dieser Stelle bitte ich euch auf Grundsatzdiskussionen zum Thema Mikrowelle in den Kommentaren zu verzichten. Es gibt eine Fülle an Information dazu im Netz, und jeder kann sich seine eigene Meinung bilden. Wir leben seit 10 Jahren und länger schon ohne Mikrowelle, und das finde ich gut so.

In keinem einzigen Restaurant wurde meine Bitte, Niklas’ Brei in einem Topf am Herd aufzuwärmen, abgelehnt. Noch nie! Ja, es gab schon mal den einen oder anderen komischen Blick, aber das ist mir völlig egal.

 

Für gewöhnlich bleibt uns aber das Aufwärmenlassen erspart, weil wir warmes Essen wie Brei, Suppe oder Getreide in einem Thermobehältnis mitnehmen. Diese hier* kann ich aus eigener Erfahrung besonders empfehlen.

 

Saisonale Snacks für Kleinkinder und die thermische Wirkung nach der TCM

In der 5 Elemente Ernährung nach der TCM wird jedem LEBENSmittel eine thermische Wirkung zugeordnet. So ist z.B. Fleisch grundsätzlich erwärmender als Gemüse, gekochtes Getreide ist erwärmender als Milchprodukte und zu Kompott verarbeitetes Obst ist erwärmender als rohes Obst.

 

Zudem kommt in der Lehre der TCM auch der thermische Aspekt der 4 Jahreszeiten dazu. So werden vor allem in den kalten Wintermonaten, aber auch an kühlen Sommertagen wärmende Speisen empfohlen. Für Babys und Kleinkinder gelten thermisch warme LEBENSmittel und Speisen als Fundament und Basis, um ihr, von Natur aus kaltes Bäuchlein und ihr schwaches Verdauungsfeuer, aufzubauen. Das ist besonders in den ersten drei Lebensjahren sehr wichtig. Auch dazu geht ganz bald ein ausführlicher Blogartikel von mir online!

 

Halten wir uns an die Saisonalität und wenn möglich auch an die Regionalität unserer LEENSmittel, dann sind wir auf auf einem guten Weg. Die kühlenden Erdbeeren und Südfrüchte brauchen wir im Winter überhaupt nicht, auch die thermisch abkühlenden Tomaten, Gurken oder Zucchini. Da ist es viel besser Gemüse wie Fenchel, Karotten, Pastinaken oder Kürbis zu wählen. Kombiniert mit Getreide wie Reis, Hirse, Polenta oder Couscous, etwas Hülsenfrüchten und immer wieder mal ein bisschen Fleisch, ist für unser aller Mitte wohltuend und aufbauend.

 

Die besten Snacks nach den 5 Elementen der TCM für Kleinkinder

Vorweg ein Dankeschön an alle meine Follower auf Facebook und Instagram, die ihre Erfahrungen und Rezepte mit mir geteilt haben, sodass ich sie in diesem Blogartikel integrieren konnte! Der Artikel darf ruhig auch zukünftig wachsen – solltest du also tolle Snackideen haben, dann rein damit in die Kommentare!

 

Passe die Snacks an dein Kind, an seine Vorlieben, aber auch an seine körperliche Entwicklung an. Wieviele Zähne hat es schon? Wie geht es ihm motorisch mit dem Greifen?

 

Gemüsebrei (mit Getreide)

Das funktioniert als Snack bei uns sehr gut. Aktuell löffelt ihn mein Sohn noch nicht alleine. Er lässt sich, (meist) ohne großer Sauerei, füttern, gibt klare Zeichen, wenn er nicht mehr will ohne zu spucken, und er hat was wirklich Warmes, Gekochtes im Bäuchlein.

 

Für mich haben sich diese Thermobehältnisse* zum Mitnehmen bewährt, die es in unterschiedlichen Größen gibt.

 

Ich verwende saisonales Gemüse wie Fenchel, Karotten, Pastinaken, Brokkoli, (Süß)Kartoffeln und Kürbis, und wenn es dann wärmer wird auch Zucchini, Aubergin und etwas Gurken oder Tomaten.

 

Die Konsistenz vom Brei lasse ich gerne etwas sämiger, verdünne ihn aber auch mal mit etwas heißem Wasser zur Suppe, wenn ich Getreide dazugebe. Getreide macht die Suppe nährender, und ich verwende gerne Reis, Hirse, Polenta, Couscous oder Gerste.

 

Den Brei koche ich von Beginn an mit diesem Dampfgarer und Mixer in einem*, der sich mehr als bewährt hat und für mich extrem zeitsparend ist. Selbstverständlich kann du das Gemüse auch in einem Topf kochen, oder mit einem Dampfeinsatz dünsten und anschließend einem Stabmixer pürieren!

 

Auch zu den Themen Babybrei, Beikosteinführung und Zubereitung werde ich bald einen Blogartikel veröffentlichen.

 

Gemüsesticks

Die letzten Wochen haben sich Gemüsesticks bei uns sehr bewährt. Schnell gekocht oder dampfgegart lassen sie sich in einem Schraubglas mitnehmen und mit heißem Wasser überall erwärmen.

 

Niklas liebt Süßkartoffeln, wobei das aktuell ziemliche Aufmerksamkeit von mir verlangt, wenn wir irgendwo sind, wo keine Sauerei erwünscht ist. Karotten zergatschen nicht so leicht, mein Sohn mag sie sehr gerne, und sie sind viel sauberer zum essen. Auch Pastinaken, Kürbis oder Fenchel bieten sich wunderbar zum Mitnehmen an.

 

Apfelspalten

Geschält, entkernt und in Spalten geschnitten ist er DER Klassiker bei den Snacks für (Klein)kinder. Ich achte bei rohem Obst immer darauf, dass ich es meinem Sohn nicht anbiete, wenn er gerade mit einer Erkältung zu kämpfen hat, verschleimt oder verschnupft ist, oder wenn die Wetterverhältnisse ungünstig, kalt, feucht und windig sind. Da stehen dann ausschließlich wärmende und gekochte Speisen am Plan – auch unterwegs.

 

Kompott

Eines der Lieblingssnacks von fast jedem Kind… und auch von uns Erwachsenen, wenn wir es uns regelmäßig gönnen würden 😉 Obst zu waschen, gegebenenfalls zu schälen und zu entkernen, es zu schneiden und in etwas Wasser weichzukochen, bzw. es weichzudünsten, ist eine Arbeit von nicht mehr als 15 Minuten. In ein Kompott muss nicht mehr rein als Frucht und etwas Wasser.

 

Kompott ist aus Sicht der TCM viel bekömmlicher als rohes Obst. Sollte dein Kind also eine schwache Mitte, Verdauung und Immunität haben, dann achte unbedingt darauf. Für Kompott eigenen sich so gut wie alle Obstsorten: Äpfel und Birnen klassischerweise, aber auch Pfirsiche, Marillen und Kirschen (sind thermisch erwärmend und optimal für Kinder, die oft erkältet sind, ideal).

 

Eine Prise Kardamom im Kompott eignet sich für Kinder besonders, vor allem, wenn sie zu Schnupfen neigen oder oft erkältet sind.

 

Hier findest du ein Rezept für Apfelkompott, das du individuell abwandeln kannst.

 

Porridge

Porridge hatte ich auch schon vor meiner Karriere als Mama gerne in einem Schraubglas als Nachmittagssnack mit mir. Es schmeckt Zimmertemperatur warm wunderbar und lässt sich, je nach Alter deines Kindes, mit geriebenen Äpfeln, geschnittenen Trockenfrüchten, gehackten Nüssen oder Samen verfeinern. Auch einen Löffel Nussmus kannst du einrühren und nährst so das Yin und die Substanz deines Kindes.

 

Da das Porridge im Glas etwas fester wird, weil das Getreide noch mehr Flüssigkeit aufsaugt, ist es auch für unterwegs leicht zu füttern.

 

Wie ich ein Porridge zubereite kannst du in diesem Blogartikel von mir nachlesen:

„Beikost | Wenn Mama und Baby beginnen dasselbe zu essen“

oder du kannst dir dieses Anleitungsvideo anschauen, in dem ich zeige, wie schnell ein Porridge zubereitet ist.

 

“Misch-Masch-Brei”

Ich liebe es meine Restln zu verwerten und mag nichts weniger als Essen wegzuwerfen. Das klingt jetzt vielleicht “interessant” für dich, aber glaube mir: die (meisten) Kinder lieben ihn: den “Misch-Masch-Brei”.

 

Ist dir Suppe übrig geblieben, oder ein Gemüsebrei, Getreide oder Porridge? Dann kannst du es miteinander vermischen und in einem Thermobehältnis mitnehmen. Ich mische gerne Getreide unters Porridge, oder gebe das Getreide in eine Suppe, aber auch ein Gemüsebrei kann lecker mit Porridge schmecken. Ja, auch wenn das Porridge süß zubereitet wurde mit Obst und Trockenfrüchten kann es mit Karotten-, Pastinaken-, Süßkartoffel-, Rote Rüben-, oder Kürbisbrei lecker schmecken.

 

Pancakes

Die klassischen Pancakes, Pfannkuchen oder Palatschinken, ganz einfach mit Mehl, Ei, Milch zubereitet eignen sich perfekt zum Mitnehmen. Vor allem, wenn die Kleinen gerade mit dem Selberessen beginnen sind Pancakes super zum Halten und selber verschmausen. Das wäre, aus Sicht der TCM, auch eine ideale Alternative zu Brot… siehe weiter unten mehr Infos dazu.

 

Und um das vorige Thema des Restlessens aufzugreifen: ich verarbeite gerne Gemüsebrei, Gemüsesuppen und Porridge in Pancakes. Vor allem bei Kindern, die gerne Gemüse verweigern ist das eine perfekte Möglichkeit um ihnen etwas Gemüse “unterzujubeln”. Hier findest du das Rezept dazu mit einigen Ideen: „Rezept | Pancakes aus Suppe“

 

Kuchen

Keine Angst vor Kuchen! Wir bewussten Eltern können ihn ohne Zucker und Weizenmehl, mit frischem Obst, Gemüse und Trockenfrüchten zubereiten. Ich empfehle immer zumindest am Wochenende Kuchen zu backen, denn das hält auch uns Eltern von der Naschlade fern. Und so ein selbstgebackener Kuchen, der in der Wohnung duftet und unser Yin und unsere Substanz nährt, und unseren Kindern schmeckt, was gibt es besseres.

Hier findest du ein Kuchenrezept, auf das ich immer wieder gerne zurückgreife und individuell abwandle: „Karottenkuchen aus der Box“ kann auch zu einem Rote Rüben Kuchen (Rote Bete), Kürbis oder Zucchini Kuchen werden.

 

Muffins

Was für Kuchen gilt, gilt auch für Muffins. Sie sind sogar noch praktischer zum Mitnehmen und können ebenso mit frischem Obst, Gemüse, Trockenfrüchten und Nüssen gebacken werden.

Ein Muffinsrezept habe ich in diesem Blogbeitrag für dich, in dem es um Die beste Jause für starke Schulkinder geht.

 

Brownies

Ich bin gerade am Experimentieren mit ein paar Brownies-Rezepten, also wirst du zukünftig noch das eine oder andere auf meinem Blog finden. Welches uns allen, vor allem meinem Sohn, sehr gut schmeckt, ist das mit Süßkartoffeln. Aber Achtung! Im folgenden Rezept habe ich gehackte Nüsse beigemischt, mit denen du, je nach Alter deines Kleinkindes, unbedingt aufpassen musst! 

REZEPT | Schokobrowies aus Süßkartoffeln

 

Maroni

Im Winter ist es einfach, da gibt es sie bei uns in Wien an jeder Ecke. Aber auch unterm Jahr kannst du diesen kostbaren Snack in vorgegarter und abgepackter Variante kaufen.

 

Wie gesagt, diese Ideen hier können sehr gerne um noch einige mehr Snacks zum Mitnehmen wachsen. Schreibe mir deine Lieblingssnacks in die Kommentare 😊 Ich freue mich sehr darüber und füge sie gerne hinzu, wenn ich sie aus Sicht der TCM passend finde.

 

Welche Snacks für Kleinkinder ich nicht empfehle

An dieser Stelle möchte ich auch auf gängige Snacks eingehen, die ich aus Sicht der TCM Ernährung nicht empfehle und dir erklären, warum sie für dein Kind nicht optimal sind.

 

Brot und Gebäck

In den meisten Haushalten wird jeden Tag mehrmals Brot gegessen. Brot, vor allem Vollkornbrot mit vielen Körnern, gilt nach der westlichen Ernährungslehre, als sehr gesund und empfehlenswert. Das sieht die Traditionelle Chinesische Medizin ganz anders und rät dazu Brot auf ein Minimum zu reduzieren.

 

Kommerziell erzeugtes Brot, das Weizen, meist zu viel Salz und unzählige Zusatzstoffe enthält (einer z.B. bewirkt, dass der Teig nicht an den Knethaken kleben bleibt), belastet unsere Mitte und begünstigt die sogenannte Nässe (Schlacken und Ablagerungen im Körper). Völlegefühl, Blähbauch, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche oder Gewichtszunahme sind die Folge.

 

Vor allem die Bäuchlein unserer Kinder sollten wir nicht mit Brot vollstopfen und Brot so weit wie nur irgendwie möglich reduzieren. Gekochte und bekömmliche Speisen sind das, was den Bäuchleins unserer Kinder am besten tut. Anstatt Brot können es zum Beispiel Polentaschnitten sein. Die lieben nicht nur die Kleinen.

 

Auch zu dem Thema Brot findest du ganz bald einen Artikel auf meinem Blog, denn das Thema ist mir persönlich sehr wichtig.

 

Wurst und Käse

Auch Wurst und Käse erzeugen Nässe in den Bäuchleins unserer Kinder. Wurst begünstigt aus Sicht der TCM auch Hitze. Und unsere Kleinen, die sich im Wachstum befinden, die mit den Zähnen oder ersten Kinderkrankheiten kämpfe, haben genug mit Hitze zu tun.

 

Wurst ist leider ein Abfallprodukt geworden, in dem viel zu viele Innereien verarbeitet werden (können toxische Hitze erzeugen), und die oft extrem gesalzen ist. Beides fördert nicht die Gesundheit deines Kindes und auch deine nicht.

 

Rohes Gemüse

Wenn die Kinder schon etwas größer sind, sich das Verdauungs-Feuer bereits gut aufgebaut hat, wenn sie nicht erkältet, verschleimt oder ständig müde und antriebslos sind, und wenn ausreichend gekochte Mahlzeiten gegessen werden, dann kann auch gerne rohes Gemüse als Snack angeboten werden. In allen anderen Fällen rate ich aus Sicht der TCM davon ab! Und da mein Sohn mit seinen 13 Monaten noch viel zu klein für Rohkost ist, kommt sie bei uns als Snack auch nicht in Frage.

 

Hirsestangerl, Reiswaffeln und Co.

Ich bin heilfroh, dass mein Sohn aktuell gar nicht auf den Gedanken kommt nach einem Hirsestangerl zu verlangen, wenn er ein anderes Kind damit sieht. Er ist ganz gierig auf sein farbenfrohes Obst und Gemüse.

 

Den Satz von einem meiner Lehrer werde ich nie vergessen: “Bevor ich Reiswaffeln esse, esse ich lieber Papier!” Diese beliebten Kindersnacks enthalten viel, viel, viel zu viel Salz, die die kleinen Nieren unserer Kinder belasten können. Außerdem sind sie staubtrocken, entziehen dem Magen und dem Verdauungstrakt kostbare Körpersäfte und wirken allgemein austrocknend.

 

Joghurt

Wenn viel Hitze da ist durchs Zahnen, bei Kinderkrankheiten, Fieber oder bei großer Sommerhitze, dann kann etwas Joghurt wunderbar kühlend wirken. Die meisten Kinder bekommen aber fast täglich Joghurt – egal ob Sommer oder Winter, egal ob sie erkältet oder verschleimt sind. Joghurt, und vor allem das aus Kuhmilch, ist sehr stark abkühlend, und du weißt ja jetzt, dass wir die Bäuchleins unserer Kinder gut wärmen und aufbauen sollten.

 

Bananen

Was ich oben zu Rohkost und zu Joghurt geschrieben habe, das gilt auch für Bananen. Bananen sind Südfrüchte, sie wachsen in heißen Gegenden und sie sind thermisch kalt. Außerdem wirken Bananen schnell verschleimend, wenn zuviel davon gegessen wird. Mache Bananen also zu einem seltenen Leckerbissen für dein Kind und nicht zur täglichen Jause.

 

Quetschis

Diesen neuen Trend finde ich persönlich erschreckend, denn der Müll, der damit produziert wird, ist enorm! Mittlerweile gibt es auch Quetschi-Sackerl zum Selberbefüllen, Auswaschen und Wiederverwenden. Das ist bestimmt eine gute Alternative, doch trotzdem hoffe ich, dass dieser Trend an meiner Familie vorbeiziehen darf.

 

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Über die Autorin – Anna Reschreiter

Anna ist Ernährungsexpertin nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Bloggerin, Autorin, Vortragende mit Leidenschaft. Auf ihrer Online Plattform www.annatsu.at ist es ihr eine Herzensangelegenheit zu vermitteln, dass die TCM Ernährung einfach, alltagstauglich und für jeden anwendbar ist. Ihren Blog lesen mittlerweile monatlich mehr als 15.000 Personen. Ihr Wissen vermittelt Anna nicht nur in ihren Blogartikeln, sondern auch in themenspezifischen eBooks, in Vorträgen und in Webinaren. Ihr TCM Durchstarterkurs „TCM Ernährung geht ganz einfach!“ zählt bereits mehr als 1.600 TeilnehmerInnen und 2018 haben sich die Tore der „TCM Sommer Akademie“ geöffnet. Annas Leidenschaft gehört ihrer Arbeit, dem Experimentieren in der Küche, Essen und Genießen, Spaß am Sport und geistiger Bewegung. Ihr Herz gehört ihrem kleine Sohn und ihrem Mann, mit denen sie am Stadtrand von Wien wohnt und das Leben genießt.


 

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