PODCAST | Die Chinesische Organuhr

 

Die Organuhr ist ein besonders spannendes Konzept der Traditionellen Chinesischen Medizin. Es handelt sich hierbei um ein sehr altes System des antiken Chinas. Durch die Beobachtung von wiederkehrenden Abläufen im menschlichen Organismus und die Verbindung zu den einzelnen Meridiane, hat sich daraus das Wissen der Organuhr entwickelt.

 

Man geht in der TCM davon aus, dass unsere LEBENSenergie “Qi” im Laufe des Tages von einem ins andere Organ fließt. So hat jedes der 12 Organe eine stärkste Zeit (“Füllezeit”) und eine schwächste Zeit (“Leerezeit”). Zwischen 3 und 5 Uhr ist die Lungen-Energie am stärksten und vitalsten, und genau am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr am schwächsten. Genau dann, wenn Zeit für Tee und Kuchen ist! Das stärkt und befeuchtet die Lungen.

 

So fließt die Energie also vom Lungenmeridian aus in den Dickdarmmeridian, über den Magenmeridian zum Milzmeridian, der dann auf den Meridian des Herzens trifft: in der Früh erwachen wir mit einem kräftigen Gähnen, öffnen das Fenster und füllen unsere Lungen mit frischer Luft. Danach, wenn der Dickdarm seine Füllezeit hat, gehen die meisten von uns auf die Toilette. Weil Magen und Milz in der Früh am stärksten sind, empfiehlt es sich niemals auf ein kräftigendes Frühstück zu verzichten! “Frühstücke wie ein Kaiser!” heißt es so schön, denn in der Früh kann besonders gut verwertet werden. Bis zum Mittagessen empfiehlt es sich die Dinge abzuarbeiten, die unsere volle Konzentration bedürfen, denn in diesen Stunden werden wir von unserer Herz-Energie unterstützt.

 

Ein Tages-Zyklus beträgt 24 Stunden, jeweils 2 Stunden pro Organ. Dabei folgen immer 2 Organe eines Elements 2 Organen eines anderen Elements.

 

In meiner Podcast-Folge zu diesem Blogartikel führe ich dich durch die 12 Organe, die 24 Stunden der Organuhr und erzähle dir interessante Facts, gebe dir Einblick in spannende Zusammenhänge.

 

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Die Fülle des Magens aus Sicht der Organuhr

Jedes Organ ist in seiner Füllestunde laut Organuhr am aktivsten. Die Energie ist in diesem Meridian gerade geballt und das kann sich auch spürbar äußern! Hat man in einem gewissen Organ ein Fülle, zum Beispiel zu viel Hitze im Magen und leidet unter Gastritis, dann kann sich dies oft besonders in der Füllestunde des Magenmeridians äußern, also zwischen 7 und 9 Uhr morgens. Personen mit Hitze im Magen haben oft schon morgens Magenschmerzen oder Sodbrennen.

 

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Sie mögen meist Kaffee, denn der bittere Geschmack hat eine absenkende Wirkung. Gerade hier wäre es aber wichtig den Magen erstmal mit etwas Sanftem zu verwöhnen und damit die Magenschleimhaut zu pflegen. In diesem Fall rate ich morgens keine sauren Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, wie Zitrusfrüchte oder Kaffee – vor allem nicht auf leeren Magen! Auch auf Rauchen, scharfe Gewürze, Zwiebel, Knoblauch und Alkohol sollte verzichtet werden. Dies würde die Übersäuerung des Magens noch mehr verschlimmern.

 

Es eignen sich gerade bei Hitze im Magen alle thermisch erfrischenden Getreidesorten (Dinkel, Reis, Gerste, Couscous, Weizen), und auch gekochte Früchte oder Gemüse sind eine Wohltat. Für einen irritierten Magen empfehle ich gerne Kompott zu kochen und etwas Kuzu in Wasser aufzulösen und einzurühren. Dies ist besonders bekömmlich für die Magenschleimhaut.

 

Hat man eher zu viel Feuchtigkeit und Kälte im Magen, kann sich dies durch morgendliche Übelkeit äußern. In dem Fall rate ich ein warmes, gekochtes Frühstück mit Haferflocken, Hirse oder Buchweizen und empfehle, auf Südfrüchte wie Bananen, Milchprodukte, vor allem Joghurt und gezuckerte Produkte und auf Weizenmehl zu verzichten. Außerdem kann in diesem Fall Ingwertee oder Fencheltee helfen, den Magen zu wärmen.

 

Was meint die Organuhr zum regelmäßigen Aufwachen in der Nacht?

Ein weiteres Beispiel für die Verschlimmerung der Symptome in der Füllestunde ist das Aufwachen in der Nacht. Je nach Uhrzeit deutet dies auf ein Ungleichgewicht in dem einen oder anderen Organ hin. Wacht man um 23 Uhr auf, oder kann zu dieser Uhrzeit besonders schlecht einschlafen, so handelt es sich laut Organuhr höchstwahrscheinlich um eine Fülle in der Gallenblase und gleichzeitig um eine Leere des gegenüberliegenden Organes, des Herzens.

 

In diesem Fall sollte besonders darauf geachtet werden, abends Stress zu meiden, keine geschäftlichen Erledigungen mehr zu machen und keine aufregenden und hektischen Filme oder Serien zu schauen. Den Fernseher, Computer und das Handy auf jeden Fall eine Stunde vorm Zubettgehen auszuschalten.

 

Auch Alkohol, sowie der Genuss von Schokolade – vor allem abends – kann hier zu einer Verschlimmerung führen. Beruhigen kann einem Pfefferminztee.

 

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Wacht man laut Organuhr eher in der Zeit zwischen 1 Uhr und 3 Uhr auf, deutet dies auf eine Fülle in der Leber hin. Um eine angespannte Leber zu beruhigen kann Ringelblumentee unterstützend wirken. Alkohol entspannt, und ein Gläschen Wein oder Bier am Abend wird vor allem in stressigen Phasen gerne genossen. Ist die Leber jedoch angespannt, und leidet der Schlaf, dann sollte Alkohol stark eingeschränkt werden, weil er die Leber nur noch mehr erhitzen und somit Schlafstörungen fördern kann.

 

Wer häufig zwischen 3 und 5 Uhr aufwacht, sich im Bett wälzt und einfach nicht mehr einschlafen kann, da handelt es sich meist um Fülle in der Lunge. Ein Grund für dieses Ungleichgewicht in den Lungen kann Angst und vor allem Zukunftsangst sein. Meist werden dann Sorgen gewälzt, über Probleme gegrübelt und vor allem sehr viel (voller Sorge) über die Zukunft nachgedacht: “Wo soll ich das Geld herbekommen?”, “Wie wird es weitergehen?”, “Soll ich mich trennen? Wo soll ich dann wohnen?”…

 

Es ist oft kein Zufall, wenn sich Zukunftsängste in anderen Symptomen wie Husten, Kurzatmigkeit oder gar Lungenerkrankungen äußern. Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet, hier begleitend zu schulmedizinischen Behandlungen, viele Möglichkeiten den Heilungsprozess zu unterstützen. Am Wichtigsten wäre es jedoch, die Ursachen und die Gründe auch psychosomatisch abzuklären und eine Lösung für die Probleme und Ängste zu finden, die zu dieser Art von Schlaflosigkeit führen.

 

Das Herz beschützen

Ein Organ das mit einer Fülle besonders belastet wird und damit zu kämpfen hat, ist das Herz. Man sagt, das Herz besteht zu 90% aus Yang und nur zu 10% aus Yin und ist damit besonders schnell aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ist die Yin-Qualität des Herzens geschwächt, zum Beispiel durch einen Herz-Blutmangel so kann sich das Yang sehr leicht ablösen und aufsteigen.

 

Es entsteht Feuer im Herzen, das zu Unruhe und Schlafstörungen führen kann. Hier ist es besonders wichtig das Herz zu nähren und zu beruhigen. Ein Tee mit Johanniskraut, Hopfen oder Melisse kann Wunder bewirken. Auch ein Weizentee wirkt sehr beruhigend: ganze Weizen- oder Dinkelkörner werden mit Wasser in einem Verhältnis von etwa 1:6 für circa 40 Minuten gekocht. Danach wird die Flüssigkeit getrunken und die Körner für’s Frühstück aufgehoben. Der Tee auch mit etwas Honig gesüßt werden.

 

Besonders für Kinder geeignet ist ein Weizen- oder Dinkel-Grießkoch. Dieses kann mit ein wenig Kakao verfeinert werden und sorgt für einen ruhigen und erholsamen Schlaf. Auf Zucker sollte dabei vor allem abends sehr geachtet werden! Zu viel Zucker kann sehr aktivierend und befeuchtend wirkt und auch eine Ursache für Schlafprobleme sein.

 

Ein energievoller Morgen aus Sicht der Organuhr

Besonders in der Früh merken viele Menschen die Auswirkungen der Organuhr, meist ohne sich darüber bewusst zu sein. Wie schon erwähnt ist der Morgen die Zeit von Magen und Dickdarm. Da diese beiden Organe eine wichtige Funktion in der Verdauung einnehmen, machen sie sich besonders beim morgendlichen Stuhlgang aber auch beim Energiehaushalt bemerkbar.

 

Hat man nämlich sehr viel Feuchtigkeit im Verdauungstrakt, so kommt man nach den Betrachtungen der TCM besonders in der Zeit zwischen 5 und 9 Uhr nicht so richtig auf die Beine. Man fühlt sich träge, müde und ist vielleicht sogar schon morgens mit Verdauungsproblemen belastet. Das kann sich in Durchfall oder Übelkeit, aber auch in Verstopfungen äußern.

 

Meist benötigen Personen mit einer Fülle im Verdauungstrakt in der Früh erstmal einen Kaffee um zu funktionieren. Am besten auf leeren Magen, denn der Appetit fehlt! Ist der Darm dann erstmal durchgeputzt, dann kommt meistens auch der Appetit. Es ist hier besonders anzuraten die Verdauung mit warmen Speisen in Schwung zu bringen – ein Haferbrei eignet sich bestens gut. 

 

Das erschwerte Aufstehen und die Energielosigkeit können aber auch ihre Ursache in einer Leeren haben. Morgens, wenn die Verdauungsorgane in der Fülle sind, befinden sich die Organe des Wasserelements (Niere und Blase) in einer Leeren. Personen, die ein sehr schwaches Nieren-Feuer haben, kommen in der Leere-Stunde der Niere, laut Organuhr zwischen 5 und 7 Uhr morgens, oft nicht so richtig aus dem Bett. Sie erwachen auch oft mit Rückenschmerzen im unteren Wirbelsäulenbereich, die durch Bewegung oder eine warme Dusche verschwinden.

 

Gerade hier ist es wichtig das Nieren-Feuer zu pflegen, und mit den richtigen Ernährungstipps kann man sehr schnell eine Verbesserung herbeiführen. Menschen, denen immer kalt ist, die sehr wenig Willenskraft haben und die unter einer schwachen Verdauung und oft auch Ödemen leiden, profitieren von einer warmen bis heißen, nährenden und stärkenden Ernährung.

 

Besonders Lammfleisch und Meeresfrüchte, sowie Wildfleisch eignen sich hervorragend um das Yang der Nieren zu pflegen. Sogar ein Glühwein oder Punsch im Winter kann hier therapeutisch wirksam sein. Die warme Wirkung des Rotweins, kombiniert mit scharfen und heißen Gewürzen kann das Nieren-Yang stärken und sogar dabei helfen Erkältungen vorzubeugen. Auch ein Chai-Tee oder ein Fencheltee wirken wärmend auf die Nieren.

 

Besonders wirksam und angenehm ist außerdem ein warmes Fußbad, am besten mit Ingwer und Wacholderbeeren oder Sternanis. Die Kräuter werden einfach wie ein Tee mit heißem Wasser zubereitet. Sobald der Sud etwas abgekühlt ist, können die Füße schon darin gewärmt werden. Generell ist zu empfehlen die Füße immer warmzuhalten! So wird das Yang beschützt und der Körper hat mehr Kraft und Wärme!

 

Wir wirkt die Zeitumstellung auf die Organuhr – Winter oder Sommer

Für viele ist es interessant zu erfahren, wie und ob sich die Organuhr und der Bezug zu den einzelnen Organen, nach einer Zeitumstellung verschieben. Wenn wir es ganz genau nehmen möchten, so müssen wir die Organuhr nach der astronomischen Uhr und dem Stand der Sonne betrachten. Am ehesten entspricht dann die Winterzeit den Angaben der Organuhr.

 

Ab der Zeitumstellung im März muss dann eine Stunde dazugezählt werden. Das bedeutet, wenn es 12 Uhr mittags ist, zeigt die Organuhr 13 Uhr an. Die Herzzeit ist dann nicht von 11 bis 13 Uhr, sondern von 12 bis 14 Uhr.

 

Im Herbst, wenn die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt werden, können wieder die klassischen Uhrzeiten verwendet werden. Rechne also immer eine eine Stunde Schwankungen mit ein, wenn du die Organuhr deutest!

 

Du siehst also, die Organuhr kann uns einige Vorgänge im Körper erklären und wir können diese nutzen um unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit zu steigern. Vielleicht bemerkst du ja selbst auch, dass manche Empfindungen in Anbetracht der Organuhr plötzlich Sinn machen! Mir ging es schon sehr oft so und ich bin froh, dass die TCM uns Antworten auf so viele Fragen gibt und ich diese hier mit dir teilen kann!

 

Ich hoffe ich konnte dir mit dieser kleinen Einführung über die Organuhr einen Einblick in die Abläufe unseres Organismus und dessen Biorhythmus nach den Betrachtungen der TCM gewähren und wünsche dir zu jeder Stunde Gesundheit und viel Lebensfreude!

 

Hör dir meinen Podcast an. Darin findest du noch ganz viel mehr Tipps.

 

 

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Über die Autorin – Anna Reschreiter

Ich bin Anna Reschreiter, und ich zeige dir, welche unglaublich geniale Wirkung die einfachsten LEBENSmittel auf deine körperliche und geistige Gesundheit haben können – und wie du dieses Jahrtausende alte Wissen schlau für dich nutzen kannst. Einfach und alltagstauglich!

Ich bin Ernährungsexpertin nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Bloggerin, Autorin, Vortragende mit Leidenschaft.

Auf meiner Online Plattform www.annatsu.at ist es mir eine Herzensangelegenheit zu vermitteln, dass die TCM Ernährung einfach, alltagstauglich und für jeden anwendbar ist.

Meinen Blog lesen mittlerweile monatlich mehr als 30.000 Personen. Das kostbare Wissen um die TCM Ernährung vermittle ich nicht nur in meinen Blogartikeln, sondern auch in themenspezifischen eBooks, in Vorträgen und in Webinaren.

Und nun auch im eigenen Podcast „High 5 für deine gesunde Ernährung“, der auf iTunes, Spotify, Stitcher und YouTube gehört und gerne abonniert werden kann.

Der TCM Durchstarterkurs zählt bereits mehr als 1.600 TeilnehmerInnen und 2018 haben sich die Tore der TCM Jahresakademie geöffnet. 2019 haben sich hunderte Menschen Detox OHNE Diät angeschlossen und tauschen sich nun in einer wunderbar positiven und motivierenden Gruppe aus.

Meine Leidenschaft gehört meiner Arbeit und meinem Unternehmen, dem Experimentieren in der Küche, Essen und Genießen, Spaß am Sport und geistiger Bewegung. Mein Herz gehört meinem kleinen Sohn und meinem Mann, mit denen ich am Stadtrand von Wien wohne und das Leben genieße.


There are 2 comments on this post

  1. Barbara
    1. August 2019 6:29 Uhr

    Aufschlussreiche Webseiten! Inhaltlich top aufbereitet! Sehr ansprechend. Danke für das Zusenden der Newsletter. Freue mich darauf,
    alles Liebe, Barbara

    Reply
    1. Anna Reschreiter
      Anna Reschreiter Author
      2. August 2019 10:55 Uhr

      Vielen Dank für dein liebes Feedback, Barbara :-) Alles Liebe, Anna

      Reply

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