Marillenkerne – kostbare Köstlichkeiten

Hast du schon einmal Marillenkerne (Aprikosenkerne) gegessen? Vielleicht die ganz köstliche Variante: geröstet und gesalzen?

„Wie? Marillenkerne? Die kann man doch nicht essen!“, wirst du vielleicht überrascht denken.

Doch! Kann man! Und sie schmecken sooo lecker!

 

In diesem Blogartikel möchte ich dir zeigen, wie du selbst an diese kostbare Köstlichkeit kommst, ohne dafür ein Heidengeld ausgeben zu müssen, was es mit der Blausäure in Marillenkernen auf sich hat, wie du sie reduzieren kannst, und was ich als TCM Ernährungscoach zur Wirkung der Marillenkerne so Gescheites zu sagen habe.

 

Los geht’s!

 

Geröstete, gesalzene, Marillenkerne

Die letzten Jahre habe ich Marillenkerne in kleinen Gläsern um echt viel Geld gekauft, doch wer sich selbst einmal mit der Herstellung dieser Köstlichkeit beschäftigt weiß, wie mühevoll und zeitaufwändig das Herankommen an die kleinen Dinger ist. Daher finde ich, dass jedes Glas sein Geld wert ist.

 

Trotzdem kannst du dir das Geld sparen, denn im Grunde ist die Herstellung gar nicht so kompliziert: Du kaufst dir Marillen und schlägst den Kern auf. Ich lege dafür den Marillenkern auf eine Steinplatte, fixiere ihn mit einer Zange und schlage mit einem Hammer darauf. Meist ist ein Kern im Inneren verborgen, manchmal sogar 2 oder sogar 3!

 

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Der Kern ist einer Mandel, sehr ähnlich und auch vom Geschmack her erinnert er an Mandeln und Marzipan. Die Kerne kannst du nun in einer Pfanne ohne Öl anrösten, salzen und genießen.

 

Was hat es mit der Blausäure im Marillenkern auf sich?

Steinobstweichkerne können, genauso wie Bittermandeln, eine hohe Konzentration an Amygladin enthalten. Amygladin ist eine giftige Substanz, die Blausäure abspaltet. 1 – 2 Milligramm Blausäure pro Kilo Körpergewicht gelten als tödlich! Daher gilt, besonders bei Kindern, darauf zu achten, wie viel gegessen wird. 3 Kerne können für Kinder bereits tödlich sein.

 

Spezielle Marillenzüchtungen, wie zum Beispiel meine geliebte Wachauer Marille, weisen eine deutlich geringere Blausäurekonzentration auf. Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, dann solltest du den folgenden Ratschlag befolgen, der von der Technischen Universität in Wien publiziert wurde.

 

Wie kannst du die Blausäure in Marillenkernen reduzieren?

Am Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der TU Wien untersuchten Ingrid Steiner und Anatol Desser, wie die Blausäurekonzentration in Steinobstweichkernen auf einfache und umweltschonende Art und Weise reduziert werden kann. Die Forscher haben in Tests herausgefunden, dass das Auswaschen der Blausäure mit Wasser außerordentlich gute Ergebnisse liefert.

 

Und so geht’s: Weiche die ausgelösten Kerne zwei Mal für ein paar Stunden in Wasser ein und wechsle dazwischen das Wasser.

 

HIER findest du die Presseaussendung der TU Wien, wenn du mehr zu dem Thema lesen möchtest.

 

Was gibt es zur Wirkung der Marillenkerne aus Sicht der TCM zu erzählen?

Marillenkerne sind thermisch leicht erwärmend und werden in der TCM Diätetik bei Beschwerden wie Bronchitis, Asthma oder Reizhusten empfohlen. Sie tonisieren das Lungen-Yin und helfen dabei, kostbare Körpersäfte aufzubauen. Das bedeutet, dass der Trockenheit der Lunge entgegengewirkt wird. Diese Funktion haben Marillenkerne auch auf den Darm: Sie können bei Verstopfung helfen.

 

Marillenkernen wird auch eine schleimauflösende Wirkung nachgesagt, weswegen sie von TCM Ärzten und Therapeuten bei Verhärtungen, Schleim, Gebärmutterwucherungen, Myomen und Tumoren empfohlen werden:

1 TL Marillenkerne mit 1/4 L Wasser zu einer Tasse Tee kochen und 3x am Tag trinken.

Quelle: Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin: Wirkungsbeschreibungen und Indikationen der im Westen gebräuchlichen Lebensmittel*

 

Grundsätzlich sind LEBENSmittel, die in kleiner, konzentrierter, komprimierter Form daherkommen, sehr kostbar für deine „Urenergie“, das so genannte JING, die Essenz, die in deinen Nieren gespeichert ist. Das ist Energie pur. Samen, Nüsse, Kerne sind jene LEBENSmittel, die immer wieder auf deinem Speiseplan landen sollten.

 

Wenn du wissen möchtest, welche Wirkung die Marille aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin hat, dann habe ich DIESEN Blogbeitrag für dich geschrieben.

 

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Über die Autorin – Anna Reschreiter

Ich bin Anna Reschreiter, und ich zeige dir, welche unglaublich geniale Wirkung die einfachsten LEBENSmittel auf deine körperliche und geistige Gesundheit haben können – und wie du dieses Jahrtausende alte Wissen schlau für dich nutzen kannst. Einfach und alltagstauglich!

Ich bin Ernährungsexpertin nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Bloggerin, Autorin, Vortragende mit Leidenschaft.

Auf meiner Online Plattform www.annatsu.at ist es mir eine Herzensangelegenheit zu vermitteln, dass die TCM Ernährung einfach, alltagstauglich und für jeden anwendbar ist.

Meinen Blog lesen mittlerweile monatlich mehr als 25.000 Personen. Das kostbare Wissen um die TCM Ernährung vermittle ich nicht nur in meinen Blogartikeln, sondern auch in themenspezifischen eBooks, in Vorträgen und in Webinaren.

Und nun auch im eigenen Podcast „High 5 für deine gesunde Ernährung“, der auf iTunes, Spotify, Stitcher und YouTube gehört und gerne abonniert werden kann.

Der TCM Durchstarterkurs zählt bereits mehr als 1.600 TeilnehmerInnen und 2018 haben sich die Tore der TCM Jahresakademie geöffnet. 2019 haben sich hunderte Menschen Detox OHNE Diät angeschlossen und tauschen sich nun in einer wunderbar positiven und motivierenden Gruppe aus.

Meine Leidenschaft gehört meiner Arbeit und meinem Unternehmen, dem Experimentieren in der Küche, Essen und Genießen, Spaß am Sport und geistiger Bewegung. Mein Herz gehört meinem kleinen Sohn und meinem Mann, mit denen ich am Stadtrand von Wien wohne und das Leben genieße.


 

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