PODCAST | Was wirklich bei kalten Händen und kalten Füßen hilft

Kalte Hände und kalte Füße sind für die meisten Frauen das Thema Nummer eins in den Wintermonaten. Aber für viele leider auch abseits des Winters. Ständig kalte Hände haben auch mich mein halbes Leben und noch länger begleitet. Auch heute noch, obwohl ich genau weiß wann ich worauf achten muss, sind es für mich ein paar wichtige kleine Dinge, die ich immer wieder beachten muss, damit ich nicht wieder unter Eiszapfenfüßen und kalten Händchen leiden muss.

Wie geht es dir, wenn die Temperaturen empfindlich sinken? Beschwerst du dich über das kalte Wetter? Leidest du unter ständig kalten Händen und kalten Füßen? Oder ziehst du jeden Schnupfen und jede Erkältung sofort an? Oder bist du immer blass, müde und lustlos? All diese Symptome hängen mit Kälte in deinem Körper zusammen, und heute möchte ich dir viel hilfreiche und einfache Tipps an die Hand geben, die du sofort in deinem Alltag umsetzen kannst.

Dieser Artikel ist bereits 2017 hier auf meinem Blog erschienen. Er wurde nun für dich bearbeitet und als Podcast eingesprochen. Viel Freude beim Lesen und Hören.

 

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In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Yang die Wärmequelle in unserem Körper. Yang ist Energie, Bewegung, Antrieb und Lebensfreude. Nehmen das Yang, die Wärme, der Antrieb und die Lebensfreude ab, dann öffnet dieser Zustand in deinem Körper zusätzlich auch noch die Türen für äußere Kälte, Wind und krankmachende Faktoren.

Ich möchte dir erzählen, wie du mit einfachen und unkomplizierten Maßnahmen Kälte aus deinem Körper vertreibst, wie du dich gut und nachhaltig wärmst und wie du deinen Brennofen in deinem Körper, dein Nieren-Yang, gut anfeuerst, damit es dich gesund und gestärkt durch kalte Herbst- und Wintertage bringt.

Wenn du unter Yang-Mangel, also Kälte in deinem Körper leidest, dann wirst du bei folgenden Symptomen das eine oder andere Mal nicken.

 

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Das sind Symptome für Yang-Mangel, also Kälte in deinem Körper:

  • Blasses Gesicht, vielleicht sogar schon bläuliche Lippen
  • Erschöpfung, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Kalte Hände und kalte Füße, vielleicht sogar schon mit bläulichen Fingernägeln
  • Neigung zu Cellulite und Wasseransammlungen
  • Verminderter Appetit und trotzdem Gewichtszunahme
  • Häufige Erkältungen oder Infektionen (z.B. Blase, Nebenhöhlen, Lunge)
  • Häufiger Harndrang, Reichlich und heller Urin
  • Weicher Stuhl und Neigung zu Durchfall
  • Verzögerter Zyklus, Menstruationsschmerzen
  • Wenig sexuelles Verlangen
  • In der Früh Erwachen mit oder durch Rückenschmerzen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule, die durch Bewegung oder eine warme Dusche besser werden

Wie entsteht Yang-Mangel – Kälte in deinem Körper?

  • Durch den natürlichen Alterungsprozess, da der Stoffwechsel abnimmt und dadurch automatisch weniger Energie (Qi, Wärme) produziert wird
  • Auch chronische Krankheiten (z.B eine Schilddrüsen-Unterfunktion, Lungenbeschwerden, Verdauungsprobleme) können Ursachen sein
  • Aufgrund von Qi-Mangel, also Energie-Mangel, der am häufigsten durch zu kalte, rohe und unregelmäßige Mahlzeiten entstehen kann, aber auch durch zu viele Kohlenhydrate, Brot, Milchprodukte, Zucker
  • Durch ein zu schwaches Nieren-Feuer, das hauptsächlich durch zu viel Kaltes, Rohes, zuviel Obst und Südfrüchte Fastfood, durch Tiefkühlkost und Mikrowelle erzeugt wird, aber auch durch Kälte von außen

 

Welche Nahrungsmittel sollten bei Kälte vermieden werden?

  • Rohkost und Salate – Salat als Beilage zu einer warmen, gekochten Speise sind völlig ok
  • Südfrüchte, Melonen, Bananen – bevorzuge Kompott aus saisonalem und regionalen Obst wie z.B. Äpfel, Birnen, Marillen, Pfirsichen oder Zwetschken
  • Kühlendes Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Spargel – diese sollten den kleinsten Teil deiner Gemüseauswahl darstellen, wenn dir immer kalt ist oder du zu den oben genannten Kälte-Symptomen tendierst
  • Milchprodukte wie Joghurt, Topfen, Sauermilch, Buttermilch – lass sie bitte am besten komplett weg, bis sich dein Nieren-Feuer erholt hat
  • Miso und Soja, Sojamilch und Tofu – Finger weg bei Kälte
  • Mineralwasser – ist thermisch eiskalt
  • Grüner Tee, schwarzer Tee – sind thermisch kalt und sollten durch wärmende Tees wie Fenchel, Kümmel, Anis, Zimt, frischen Ingwer oder Yogitee ersetzt werden
  • Bier – einzig Malzbier ist thermisch neutral und kühlt nicht so stark ab wie z.B. ein Pils

 

Yangige (wärmende) Nahrungsmittel, Kräuter und Gewürze bei Kälte Symptomen:

  • Hafer, Grünkern, Buchweizen, süßer Reis, Hirse
  • Lamm und Ziege sind die erwärmendsten Fleischsorten, bevorzuge auch Wild, Huhn, Rind und Kalb
  • Fast alle Fische und Meeresfrüchte
  • Die gesamte Lauchfamilie: Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Schnittlauch
  • Fenchel, Kürbis, Kraut und Kohl, Karotten, Kartoffeln, Rüben
  • Linsen und einige Bohnenarten
  • Walnüsse, Pistazien, Mandeln, Haselnüsse
  • Sei experimentell mit Gewürzen und verwende neben Petersille, Dille, Lorbeer, Pfeffer, Muskat, Chili und Kümmel auch mal Kardamom, getrocknete Orangenschale, Senfkörner, Kurkuma oder Piment
  • Das allerbeste ist, heißes Wasser zu trinken
  • Wärmende Tees sind mit Fenchel, Kümmel, Anis, Zimt, frischen Ingwer oder Yogitee

 

Erwärmende Kochmethoden bei Kälte / Yang-Mangel:

In der TCM haben nicht nur alle Nahrungsmittel, Kräuter und Gewürze eine thermische Wirkung, sondern auch deren Zubereitungsart beeinflusst die erwärmende oder die abkühlende Wirkung auf deinen Körper. So solltest du im Herbst und Winter, oder allgemein bei Kälte, eher auf erwärmenden Kochmethoden zurückgreifen. Diese werden auch yangisierende Kochmethoden genannt, weil dadurch thermisch kalte Nahrungsmittel eine erwärmende Wirkung erhalten.

Yangisierende Kochmethoden sind:

  • Grillen
  • Scharf Anbraten
  • Braten
  • Backen
  • Kochen im Druckkochtopf
  • Langes Kochen im eigenen Saft oder in Flüssigkeiten (Garen, Schmoren)
  • Verwendung von scharfen oder erwärmenden Gewürzen
  • Kochen mit Alkohol

 

Was noch bei Kälte, also einem Yang-Mangel, hilft:

  • Iss so oft du die Möglichkeit hast gekochte und warme Mahlzeiten – auch ein warmes Frühstück
  • Warme Fußbäder z.B. mit Wacholder oder Senfsamen
  • Bewege dein Qi – körperliche Betätigung, am besten an der frischen Luft, Laufen, Walken, flott mit dem Hund Gassi gehen, aber auch Tanzen bewegt deine Energie und erzeugt Wärme und Glücksgefühle
  • Sauna und Wärmekabinen sind wunderbare Möglichkeiten deinen Körper zu erwärmen und Kälte zu vertreiben
  • Versuche es einmal mit Atemübungen – diese erwärmen deinen Körper auf eine ganz besondere Art und Weise über die Lungenfunktion
  • Qi-Gong bewegt deine Körperenergien auf eine sanfte und sehr nachhaltige Art und gehört zu den gesundheitsfördernden Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin
  • Moxa ist eine sehr effektive Möglichkeit, Kälte aus dem Körper zu vertreiben und Yang aufzubauen – dazu wird meistens Beifuß als Moxa-Kraut verwendet

 

Um einen sehr ausgeprägten und tief sitzenden Yang-Mangel auszugleichen, solltest du wirklich konsequent deine Ernährungsgewohnheiten umstellen und vor allem, und das ist eigentlich das Wichtigste, auf alles, was deinen Körper weiter abkühlt, verzichten. Der Verzicht ist hier das Allerwichtigste. Zumindest so lange, bis sich dein Nieren-Feuer wieder erholt hat und dein natürlicher Brennofen wieder von alleine funktioniert.

Halte dich an die erwärmenden Nahrungsmittel, die yangisierenden Kochmethoden und bewege dein Qi. Du wirst sehr schnell die ersten Erfolge bemerken: Deine Füße und Hände werden viel wärmer sein, auch deine Verdauung wird sich normalisieren. Deine Lebensgeister werden geweckt und deine Lebensfreude wird steigen.

Der komplette Yang-Mangel-Ausgleich geht nicht von einem Tag auf den anderen und braucht oft mehrere Monate bis Jahre. Vor allem, wenn du deinen Körper über viele Jahre mit einer Qi armen oder stark abkühlenden Ernährung malträtiert hast, wirst du ihm die Zeit für den Ausgleich geben müssen.

Ich wünsche dir dafür viel Geduld und Liebe mit dir und deinem Körper. Er hat es verdient, dass du ihm die Zeit gibst sich wieder zu erholen und ins Gleichgewicht zu kommen. Wenn du mehr Inspiration und Motivation in diese Richtung möchtest, wenn ich dich weiter mit der TCM Ernährung und alltagtauglichen und einfachen Tipps begleiten darf, dann melde dich gerne zu meinen Newsletter an. Ich freue mich auf dich und wünsche dir von Herzen Wohlbefinden, Vitalität, warme Hände und warme Füße!

 

Hör dir meinen Podcast an. Darin findest du noch ganz viel mehr Tipps.

 

 

Über die Autorin - Anna Reschreiter

Ich bin Anna Reschreiter, und ich zeige dir, welche unglaublich geniale Wirkung die einfachsten LEBENSmittel auf deine körperliche und geistige Gesundheit haben können - und wie du dieses Jahrtausende alte Wissen schlau für dich nutzen kannst. Einfach und alltagstauglich!

Ich bin Ernährungsexpertin nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Bloggerin, Autorin, Vortragende mit Leidenschaft.

Auf meiner Online Plattform www.annatsu.at ist es mir eine Herzensangelegenheit zu vermitteln, dass die TCM Ernährung einfach, alltagstauglich und für jeden anwendbar ist.

Meinen Blog lesen mittlerweile monatlich mehr als 30.000 Personen. Das kostbare Wissen um die TCM Ernährung vermittle ich nicht nur in meinen Blogartikeln, sondern auch in themenspezifischen eBooks, in Vorträgen und in Webinaren.

Und nun auch im eigenen Podcast „High 5 für deine gesunde Ernährung“, der auf iTunes, Spotify, Stitcher und YouTube gehört und gerne abonniert werden kann.

Der TCM Durchstarterkurs zählt bereits mehr als 1.600 TeilnehmerInnen und 2018 haben sich die Tore der TCM Jahresakademie geöffnet. 2019 haben sich hunderte Menschen Detox OHNE Diät angeschlossen und tauschen sich nun in einer wunderbar positiven und motivierenden Gruppe aus.

Meine Leidenschaft gehört meiner Arbeit und meinem Unternehmen, dem Experimentieren in der Küche, Essen und Genießen, Spaß am Sport und geistiger Bewegung. Mein Herz gehört meinem kleinen Sohn und meinem Mann, mit denen ich am Stadtrand von Wien wohne und das Leben genieße.

There are 6 comments on this post

  1. Damaris Meisser
    1 Stunde ago

    Danke

    Reply
    1. Anna Reschreiter
      Anna Reschreiter Author
      9 Stunden ago

      Gerne :-)

      Reply
  2. Waltrau
    4 Stunden ago

    Vielen Dank für den informativen Artikel!! Fast alle aufgezählten Kältesymptome treffen auf mich zu :))
    Eine Frage hätte ich zum Reis: Ist süßer Reis, den du bei den yangigen Nahrungsmitteln erwähnst, eine Reissorte oder eine Zubereitungsart?

    Reply
    1. Anna Reschreiter
      Anna Reschreiter Author
      8 Stunden ago

      Liebe Waltraud, süßer Reis wird auch Mochi Reis genannt und ist eine Reis-Sorte. Alles Liebe und weiterhin viel Freude mit der TCM Küche, Anna :-)

      Reply
  3. Waltraud
    23 Minuten ago

    Eine Frage zum Reis habe ich: Ist süßer Reis, den du oben bei den yangigen Nahrungsmitteln erwähnt hast, eine Reissorte oder eine Zubereitungsart?
    Danke und liebe Grüße
    Waltraud

    Reply
    1. Anna Reschreiter
      Anna Reschreiter Author
      8 Stunden ago

      Süßer Reis, oder auch Mochi Reis genannt, ist eine eigene Reis Sorte. Alles Liebe, Anna :-)

      Reply

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